Der Hellweg-Markt an der Leipziger Straße 213 hat noch keinen Käufer. Bleibt eine Übernahme aus, soll die Zwickauer Filiale nach dem Plan der Sanierungsgeschäftsführung bis Ende November 2026 schließen. Bis dahin läuft der Abverkauf weiter und der Markt bleibt geöffnet.

Für die Beschäftigten hat der Schwebezustand bereits Folgen. Nach Mitteilung der Sanierungsgeschäftsführung haben die Beschäftigten der Märkte ohne Lösung vorsorgliche Kündigungen erhalten. Gleichzeitig sucht sie weiter nach Käufern für weitere Standorte. Ob es konkrete Gespräche über Zwickau gibt, bleibt offen.

Kundinnen und Kunden können vorerst zu den üblichen Zeiten einkaufen. Die Marktseite nennt Montag bis Samstag jeweils 8 bis 20 Uhr. Wie lange diese Zeiten noch gelten, geht daraus nicht hervor.

Ende November ist eine Frist und kein Schließtag

Zwickau steht seit dem 28. August auf der Liste jener Hellweg-Märkte, für die noch keine Fortführungslösung vorlag. Nicht übernommene Filialen sollen nach dem Plan der Sanierungsgeschäftsführung bis Ende November schließen.

Ein genauer letzter Verkaufstag für Zwickau wurde noch nicht genannt. Bis zum Ende dieser Frist bleibt sowohl eine Übernahme als auch eine frühere Schließung möglich. Weder das endgültige Aus noch eine Rettung sind damit sicher.

Hellweg hatte Mitte Juni ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Die Märkte blieben zunächst geöffnet. Nach Angaben der Sanierungsgeschäftsführung eröffnete das Amtsgericht Essen die Verfahren am 26. August. Zwei Tage später stellte das Unternehmen erste Ergebnisse des Verkaufsprozesses vor.

Die Kündigungen kommen vor der Entscheidung

Der Verkauf der bislang ungelösten Märkte läuft weiter, obwohl ihre Beschäftigten nach Mitteilung der Sanierungsgeschäftsführung vorsorgliche Kündigungen erhalten haben. Wie viele Menschen in Zwickau betroffen sind, ist nicht bekannt. Eine spätere Übernahme könnte dem Standort dennoch eine Perspektive geben.

Löhne und Gehälter sollen nach Angaben der Sanierungsgeschäftsführung bis einschließlich Ende November gesichert sein. Auch den laufenden Betrieb will das Unternehmen bis dahin finanzieren. Für die Belegschaft entscheidet sich dennoch erst mit einem Käufer, ob der Markt und Arbeitsplätze fortgeführt werden.

Für Kundinnen und Kunden bedeutet der Abverkauf zunächst, dass der Markt weiter Waren verkauft. Welche Rabatte gelten und welche Waren noch verfügbar sind, bleibt offen. Das gilt auch für den Umgang mit Gutscheinen, Rückgaben, Bestellungen und Garantiefällen in Zwickau.

Alle sechs sächsischen Märkte suchen eine Perspektive

Der Zwickauer Standort ist kein Einzelfall. Für 35 der insgesamt 114 Hellweg- und BayWa-Bau-und-Garten-Märkte zeichneten sich Ende August Lösungen ab. Für 79 Märkte gab es noch keine. Bei einigen vereinbarten Übernahmen fehlten zudem Freigaben oder Einigungen mit Vermietern.

In Sachsen hatte zu diesem Zeitpunkt noch kein Hellweg-Markt eine Fortführungslösung. Auf der Liste ohne Lösung standen Chemnitz III, Delitzsch, Freiberg, Leipzig, Rodewisch und Zwickau.

OBI meldete Zuschläge für fünf Standorte und Gespräche über sieben weitere. Zwickau gehörte nicht zu den fünf benannten Märkten. Das schließt einen anderen Interessenten für die Filiale an der Leipziger Straße jedoch nicht aus.

Für Kunden zählt die nächste Entscheidung

Der Markt bleibt nach dem angekündigten Plan vorerst geöffnet und setzt den Abverkauf fort. Nach den derzeit genannten Zeiten ist ein Einkauf von Montag bis Samstag zwischen 8 und 20 Uhr möglich. Wer Gutscheine einlösen, Ware zurückgeben oder eine Bestellung abholen will, sollte die Bedingungen direkt mit dem Markt klären.

Klarheit bringt erst eine Übernahme oder die Bekanntgabe des letzten Verkaufstags. Bis dahin bleibt Ende November die äußerste Frist für einen Markt, dessen Türen noch offen sind.