Rund 5.000 Menschen sollen am Samstagnachmittag gleichzeitig auf dem Planitzer Markt gewesen sein. So schätzt es der Veranstalter des Sommerfestes. Wenige Wochen nach der Übergabe wurde der erneuerte Platz damit erstmals für ein großes Fest genutzt.

Für das gesamte Wochenende vom 28. bis 30. August schätzt der Veranstalter rund 15.000 Besucher. Wie diese Zahl zustande kam, ist offen. Unklar bleibt auch, ob sie einzelne Personen oder alle Besuche über drei Tage umfasst.

Der erste Großtest für den neuen Markt

Das dreitägige Fest war die erste große Bewährungsprobe für den umgebauten Markt. Die formale Eröffnung war es nicht. Die Stadt hatte den Platz bereits am 7. Juli übergeben und damit etwa einen Monat früher als geplant.

Die Arbeiten hatten am 13. Mai 2024 begonnen. In rund zwei Jahren wurden mehr als 9.000 Quadratmeter erneuert. Entstanden sind unter anderem mehr als 60 Stellplätze, ein Jugendtreffpunkt, Spielangebote, ein Trinkbrunnen und barrierefreie Bushaltestellen. Auch die Planitzer Pyramide erhielt einen neuen Standort.

Für große Feste bekam der Platz feste Verankerungen für Zelte und eine erweiterte Stromversorgung. Beim Sommerfest musste sich diese Ausstattung erstmals im großen Maßstab bewähren.

Der Kostenrahmen ist noch nicht abgerechnet

Der Stadtrat hatte 2022 Ausgaben von 5,55 Millionen Euro beschlossen. Rund 2,5 Millionen Euro davon sollten aus Fördermitteln kommen. Bei der Übergabe im Juli waren die endgültigen Kosten noch nicht festgestellt. Nach Angaben der Stadt soll der beschlossene Rahmen eingehalten werden.

Der Umbau zielte nicht allein auf einzelne Festtage. Der Planitzer Markt ist das Zentrum des Stadtteils. Dort finden regelmäßig der Wochenmarkt und das Pyramidenandrehen statt. Stellplätze, Haltestellen und Aufenthaltsbereiche prägen deshalb den Alltag. Stromanschlüsse und Zeltverankerungen werden gebraucht, wenn aus dem Markt ein Festplatz wird.

Die Planitzer Feste sind zurück

Fortschritt Vision Diskurs organisierte das kostenlose Wochenende gemeinsam mit Unternehmen, Vereinen, Einrichtungen, Kirchen und Ehrenamtlichen aus Planitz. Auf dem Programm standen unter anderem ein Freiluftkino, Musik und Kultur auf zwei Bühnen, ein Makerfestival, ein Bürgerfest sowie Flohmarkt, Gottesdienst und Brunch.

Nach Angaben des Vereins gibt es die Planitzer Feste seit 2023 zwei- bis dreimal im Jahr. Während des Marktumbaus zog die Reihe an andere Orte im Stadtteil. Dazu gehörten die Rennrodelbahn, das Gelände von Ebehako und der Hof des Planitzer Schlosses. Mit dem Sommerfest kehrten die Feste auf den Markt zurück.

Am 19. September können Planitzer abstimmen

Nach dem Großfest steht die nächste Entscheidung über den Markt an. Am 28. August endete die Einreichungsfrist für einen Ideenwettbewerb. Gesucht wird ein Element oder ein Format, das dem Platz dauerhaft ein eigenes Gesicht geben soll.

Die Beiträge sollen ab 14. September digital gezeigt werden. Am 19. September können Einwohnerinnen und Einwohner aus Niederplanitz, Oberplanitz und Neuplanitz darüber abstimmen. Wahlberechtigt sind Planitzer ab 16 Jahren. Die öffentliche Präsentation läuft von 8 bis 18 Uhr im Clara-Wieck-Gymnasium.

Am 8. Oktober sollen die Ergebnisse im zuständigen Ausschuss vorgestellt werden. Dann geht es nicht mehr darum, wie viele Menschen an einem Wochenende auf den Markt passen. Entscheidend wird, was den Platz im Alltag dauerhaft prägt.