Nur 0,179 Sekunden lagen im Ziel zwischen Ben Warzecha aus Glauchau und Till Trinks aus Meerane. Warzecha gewann das erste 160er-Rennen am 29. August auf der 1.315 Meter langen Arena E in Mülsen. Im zweiten Lauf siegte er erneut. Trinks belegte die Plätze zwei und drei.
Das Wichtigste für den Landkreis zeigt sich im Gesamtbild. Warzecha und Trinks beendeten die FIM MotoMini Germany in der 160er-Klasse auf den ersten beiden Plätzen. In der größeren 190er-Klasse gewann Manuel Kröner aus Steinpleis. Damit stehen drei Nachwuchsfahrer aus drei Orten des Kreises an der deutschen Spitze.
Nun richtet sich der Blick nach Valencia. Kröner plant dort seinen Start beim MotoMini-Weltfinale. Bei Warzecha und Trinks ist noch offen, ob beide eine Einladung der FIM erhalten haben.
Ein Wimpernschlag zwischen Glauchau und Meerane
Mülsen war die fünfte und letzte Saisonstation der MotoMini Germany. Jede Veranstaltung bestand aus zwei Rennen. Gleich im ersten 160er-Lauf zeigte sich, wie eng die beiden Fahrer des AMC Sachsenring beieinanderliegen. Nicht einmal zwei Zehntelsekunden trennten sie im Ziel.
Warzecha ließ einen zweiten Sieg folgen. Trinks sicherte sich mit einem zweiten und einem dritten Platz auch in der abgeschlossenen Gesamtwertung den Rang direkt hinter seinem Konkurrenten aus Glauchau.
Drei Orte stehen an der deutschen Spitze
Die Endtabelle der 160er-Klasse führt Warzecha mit 240 Punkten an. Trinks folgt mit 206 Punkten. In dieser Klasse fahren Zehn- bis 14-Jährige auf einheitlichen Ohvale GP-0 160.
Kröner macht das regionale Trio komplett. Der Fahrer des ManyRacingTeam #13 gewann die MotoMini-Germany-Wertung der 190er-Klasse mit 236 Punkten. Dort starten Zwölf- bis 16-Jährige auf Ohvale GP-2 190.
Die Serie führt den Nachwuchs über Deutschland hinaus. Sie gehört zur internationalen Nachwuchsstruktur von FIM und MotoGP.
Zwei Wertungen laufen nicht im gleichen Takt
MotoMini Germany und ADAC Mini Bike Cup nutzen dieselben Rennwochenenden, enden aber nicht gleichzeitig. Die deutsche MotoMini-Wertung war nach zehn Rennen an fünf Stationen in Mülsen abgeschlossen. Warzecha und Kröner sind deshalb die Sieger ihrer jeweiligen MotoMini-Germany-Klasse.
Der ADAC Mini Bike Cup fährt dagegen noch weiter. Sein Finale ist für den 19. September in Schlüsselfeld angesetzt. Nach Mülsen führt Warzecha die 160er-Cupwertung mit 380 Punkten vor Trinks mit 336 Punkten an. Der Titel in diesem Wettbewerb ist noch nicht vergeben.
Bei Kröner ist die Lage anders. Er hatte die 190er-Wertung des ADAC Mini Bike Cup bereits vorzeitig gewonnen. Nach Mülsen führt ihn der ADAC mit 381 Punkten und nennt ihn als Champion.
Valencia bleibt für zwei Fahrer noch offen
Für Kröner ist der Schritt nach Valencia konkret. Laut ADAC plant er den Start beim Weltfinale.
BLICK meldet auch Warzecha und Trinks als qualifiziert. Ihre ersten beiden Plätze in der deutschen 160er-Wertung stehen fest. Ob beide jeweils eine FIM-Einladung für Valencia erhalten haben, ist jedoch noch nicht bestätigt.
Über die Einladungen entscheidet die FIM. Ein erster oder zweiter Rang garantiert nicht automatisch zwei Startplätze. Die FIM wählt für jede nationale 160er-Serie einen oder zwei Fahrer aus.
Der nächste Schritt führt nach Valencia
Das Weltfinale findet vor dem MotoGP-Saisonfinale in Valencia statt. Für die Nachwuchsfahrer beginnen die Briefings am 22. November. Am 24. November folgt das Training, am 25. November das Qualifying und am 26. November stehen die Rennen an.
Vorher wartet auf Warzecha und Trinks noch das Cupfinale in Schlüsselfeld. Mit den Plätzen eins und zwei in der MotoMini Germany haben sie sich sportlich empfohlen. Ob beide im November tatsächlich in Valencia starten, bleibt bis zur Bestätigung ihrer FIM-Einladungen offen.




